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OTTO: Die "Schöne Neue Welt" der CSU

Pressemitteilung vom 10.01.2007
Thema: Kinder- und Jugendpolitik  Medienpolitik 

BERLIN. Zur Initiative der bayerischen Landesregierung zur Ausweitung von Computerspiel- und anderen Verboten erklärt der Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion Hans-Joachim OTTO:

Die bayerische Landesregierung scheint Gefallen an Huxleys Vision einer "Brave New World" gefunden zu haben. Eine solche Schöne Neue Welt wird dieser aktionistische und naive Rundumschlag jedoch nicht schaffen.
Das deutsche Jugendschutzregime ist international anerkannt und gilt als vorbildlich. Darüber hinaus sind gewaltverherrlichende Computerspiele bereits heute nach § 131 Strafgesetzbuch (StGB) strafbar.
Der Schutz von Jugendlichen und Kindern vor Gefahr ist eine wichtige politische und gesellschaftliche Aufgabe. Die Forderung der bayrischen Landesregierung nach mehr Verboten und Verschärfungen allerdings verschließt die Augen vor der gesellschaftlichen Realität und bevormundet die Bürger, anstatt sie zu beschützen.
Dass schließlich demnächst in Bayern offenbar auch Kinder, die mit Spielzeugwaffen "Cowboy und Indianer" spielen, ordnungswidrig handeln, kann nur ein schlechter Scherz sein. Solche Verbotsorgien und Träume staatlicher Totalreglementierung sämtlicher Lebensbereiche sind der falsche Weg in eine vielleicht "Neue Welt", aber sicher nicht in eine schöne.


PDF-Version der Pressemitteilung (10.01.2007, 95,49 KB)
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