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GRUSS: Kinder- und Jugendhilfe stärken statt in der Stagnation belassen

Pressemitteilung vom 23.11.2007
Thema: Kinder- und Jugendpolitik 

BERLIN. Zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Miriam GRUSS:

Es ist paradox: Die Fälle von Kindesvernachlässigungen steigen, doch die Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe stagnieren. Mit 20,9 Milliarden Euro bleiben die Mittel von Bund, Ländern und Gemeinden im Jahr 2006 nahezu auf Vorjahresniveau. Besorgniserregend ist umso mehr, dass das Geld nicht dort ankommt, wo es gebraucht wird.

Der Fall der kleinen Lea-Sophie aus Schwerin hat dies auf dramatische Weise wieder einmal gezeigt. Gerade den Jugendämtern muss mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Es sind untragbare Zustände, wenn ein Beamter 150 Fälle betreuen muss. Die Jugendämter müssen personell und finanziell besser ausgestattet werden, ebenso die gesamte Kinder- und Jugendhilfe. Zudem müssen die zuständigen Fallbearbeiter qualitativ weitergebildet werden.

Der Deutsche Kinderschutzbund hat noch einmal bestätigt: Kinder werden heute häufiger vernachlässigt als früher. Diese traurige Entwicklung dürfen wir nicht akzeptieren, sondern müssen ihr als verantwortungsvolle Gesellschaft entgegenwirken. Buchstäblich das Leben und die Zukunft unserer Kinder liegen in unserer Hand.


PDF-Version der Pressemitteilung (23.11.2007, 508,64 KB)
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