20.07.2010 Integrationspolitik

Zuwanderung: Klare Kriterien statt bürokratischer Hemmnisse

Hartfrid Wolff

Angesichts des drohenden Fachkräftemangels plädiert FDP-Innenpolitiker Hartfrid Wolff für eine „effiziente und interessengeleitete Zuwanderungssteuerung“. Statt bürokratischer Hemmnisse brauche es klare Kriterien, wie Arbeitsmarktbedarf, Qualifizierung und Integrationsfähigkeit. Dies sei „das Gebot der Stunde“, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

Im Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP ist eine bessere Zuwanderungssteuerung bereits enthalten. „Teile der Union“ müssten noch umdenken, so Wolff. Doch auch bei der CDU/CSU setze sich die Erkenntnis durch, „dass die Steuerung von Zuwanderung durch ein System verbessert werden muss, das die Bedürfnisse des deutschen Arbeitsmarktes und die Integrationsfähigkeit der Bewerber erfasst“.

Wolff regt daher an, die aufenthalts- und arbeitsmaktrechtlichen Hürden für ausländische Studenten und hochqualifizierte Arbeitskräfte deutlich abzubauen. „Deutschland braucht qualifizierte Fachkräfte, Forscher und Entwickler und auch Unternehmer aus dem Ausland“, so der Liberale.