Warum ist die Etablierung einer Stipendienkultur in Deutschland wichtig?

Weil die Stipendienkultur und das private Engagement für die Unterstützung Studierender in Deutschland bislang schwach ausgeprägt sind: Rund ein Prozent aller Studierenden erhält ein Stipendium der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten 12 Begabtenförderungswerke oder ein Aufstiegsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung; gut ein weiteres Prozent wird durch private Stipendien gefördert. Ziel ist es, den Anteil der Stipendiatinnen und Stipendiaten unter den Studierenden bundesweit mittelfristig auf zehn Prozent zu erhöhen.

Weil Bildung und Nachwuchsförderung gesamtgesellschaftliche Aufgaben sind.
Weil die Alumni der Hochschulen so die Chance erhalten, ihrer ehemaligen Ausbildungsstätte im Sinne eines akademischen Generationenvertrags „etwas zurückzugeben“ und Verantwortung für Studierende der nächsten Generation zu übernehmen.

Weil der Anteil privater Quellen an den Bildungsausgaben im Tertiärbereich in Deutschland mit 15 Prozent (2006) weit unterhalb des OECD-Durchschnitts (27,4 Prozent) und weit hinter wichtigen Wettbewerbern wie Japan (67,8 Prozent), USA (66 Prozent) und Korea (76,9 Prozent) liegt.