Seniorenpolitik
Ältere Menschen dürfen nicht aufs Abstellgleis geschoben werden. Viele Ältere wollen und können sich länger in Beruf und Gesellschaft einbringen. Hier müssen wir anknüpfen: Diskriminierende Altersgrenzen müssen überprüft werden. Nicht nur Ärzte, Manager oder Handwerksmeister empfinden die zwangsweise Versetzung in den Ruhestand als Strafe. Nach einer Forsa-Umfrage wünscht sich ein Viertel der Menschen zwischen 60 und 80 Jahren einen bezahlten Job, 14 Prozent gehen bereits heute freiwillig nach ihrem 65. Geburtstag noch einer Arbeit nach. Entweder in ihrem bisherigen Beruf, als Berater oder in Stiftungen wie dem Senior Experten Service. Eine zentrale Frage lautet also, wie Senioren länger in die Gesellschaft und das Arbeitsleben eingebunden werden können.
Im Blick hat die FDP-Bundesstagsfraktion außerdem die steigende Zahl pflegebedürftiger alter Menschen. Der Koalitionsvertrag enthält die FDP-Forderung einer besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Damit Familienangehörige Erwerbstätigkeit und Pflege von Angehörigen besser in Einklang bringen können, wollen wir mit der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst unbürokratische Lösungen entwickeln. Das setzt die Änderung des Sozialgesetzbuchs SGB bei der Teilzeitpflege und Prüfung flexibler Entgeltmodelle in Anlehnung an das Modell der Altersteilzeit und neuer Arbeitszeitmodelle voraus.
Seniorenpolitik heißt für die FDP auch Sicherstellung einer besseren Pflege und Betreuungsqualität für ältere Menschen in Heimen. Bei der Altenpflege geht es um mehr als um „satt und sauber“. Viele alte Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben. Deshalb müssen auch die Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes und barrierefreies Wohnen zuhause verbessert werden.




