10.10.2011 Menschenrechte

Schuster: Jahrestag gegen die Todesstrafe

Marina SchusterMarina Schuster

Anlässlich des weltweiten Jahrestages gegen die Todesstrafe hat die Sprecherin der FDP-Fraktion für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Marina Schuster, deutlich gemacht, dass die Todesstrafe "auf berechnende und zugleich kaltblütige Art und Weise" das elementarste Menschenrecht negiere: das Recht auf Leben. "Deshalb gehört die Todesstrafe weltweit geächtet und abgeschafft."
Nach Schätzungen von Amnesty International sitzen weltweit knapp 18.000 Menschen in Todestrakten und warten auf ihre Hinrichtung. Immer noch wird die Todesstrafe in über 60 Staaten verhängt. Der Tag gegen die Todesstrafe (World Coalition against Death Penalty, kurz WCADP) wurde 2002 ins Leben gerufen. Mit dem Tag soll ein Appell an die Regierungen gerichtet werden, die Todesstrafe endlich abzuschaffen.
 
Menschliches Leid könne durch die Todesstrafe weder gut- noch ungeschehen gemacht oder zukünftig verhindert werden, betonte Marina Schuster. Die FDP-Menschenrechtspolitikerin machte deutlich, dass die Todesstrafe vielmehr ein neues Leid verursache. Hinrichtungen offenbarten zudem ein Gesellschaftsverständnis, das die Bundesrepublik, die Europäische Union und weltweit zirka 170 Staaten ablehnen. "Die Todesstrafe ist mit unseren Werten nicht vereinbar", so Schuster.