08.02.2012 Red Hand Day

Rote Hände gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Nicole Bracht-Bendt beim Aktionsstand zum Red Hand Day im Paul-Löbe-Haus

"Gemeinsam öffentlich die Hand heben gegen Gräueltaten, zu denen Kinder weltweit gezwungen werden." Das war das Anliegen der Vorsitzenden der Kinderkommission Nicole Bracht-Bendt mit dem Aktionsstand im Paul-Löbe-Haus. Besucher, Abgeordnete und Mitarbeiter waren eingeladen, ihren roten Handabdruck als Zeichen des Protests zu hinterlassen. Am Stand sammelten die Schüler der 8.Klasse des Johann-Rist-Gymnasiums die roten Handabdrücke der Anwesenden.

In Konflikten auf der ganzen Welt werden Kinder als billige, leicht zu manipulierende Soldaten eingesetzt. Allein in Afrika gibt es nach Angaben der Vereinten Nationen über 100.000 Kindersoldaten. Gemeinsam mit dem Deutschen Bündnis Kindersoldaten will die Kinderkommission ein Zeichen setzen und die roten Handabdrücke von Abgeordneten, Besuchern und Interessierten sammeln, die dann am 12. Februar den Vereinten Nationen übergeben werden sollen.

Hintergrund:
Am 12. Februar 2002 trat das Protokoll über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Die Unterzeichner verpflichten sich, keine Personen unter 18 Jahren an Kampfhandlungen zu beteiligen oder gegen ihren Willen zu rekrutieren. Bis 2012 sollte das Protokoll von allen UN-Mitgliedsstaaten ratifiziert sein.