Wolff: Länder müssen rückhaltlos kooperieren
Das vierköpfige Gremium soll sich mit der Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern befassen und Versäumnisse bei den Ermittlungen zur Zwickauer Zelle aufklären. Zu den in die Kommission berufenen Experten gehören die ehemaligen Innensenatoren Ehrhart Körting (SPD) aus Berlin und Heino Vahldieck (CDU) aus Hamburg, der frühere Bundesanwalt am Bundesgerichtshof Bruno Jost sowie der von der FDP vorgeschlagene Münchner Strafrechtsexperte Eckhart Müller.
Länder müssen Eigeninteressen zugunsten der Aufklärung zurückstellen
Hartfrid Wolff Die Experten sollen sich bei ihrer Arbeit auf die Ergebnisse der bereits tätigen Ausschüsse stützen, die vom Bundestag und vom Thüringer Landtag einberufen wurden. Bisher hätten sich die Länder damit "schwer getan, ihre hoheitlichen Privilegien zugunsten des übergeordneten Zieles zurückzustellen, die rechtsextremen Verbrechen rückhaltlos aufzuklären", stellte FDP-Politiker Wolff fest. Der Neonazi-Untersuchungsausschuss, in dem Wolff als Obmann der FDP sitzt, werde daher auch die Zuarbeit der Länder bei der laufenden Aufklärung prüfen. 