21.06.2010 Europäische Union

Positionspapier zur Europäischen Bürgerinitiative

Stefan Ruppert Der Experte für europäische Grundrechte der FDP-Bundestagsfraktion Stefan Ruppert hat gemeinsam mit der Europaabgeordneten Alexandra Thein ein Positionspapier zur Europäischen Bürgerinitiative erarbeitet. Stefan Ruppert erklärt dazu: „Demokratie lebt von der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der politischen Gestaltung in Gesellschaft und Staat. Ein Grundsatz liberaler Politik – die unmittelbare Einbeziehung des Bürgerwillens – wird jetzt auf europäischer Ebene durch die Einführung der Europäischen Bürgerinitiative realisiert.“
Das mit dem Vertrag von Lissabon geschaffene Instrument der Europäischen Bürgerinitiative soll in den kommenden Monaten durch eine abgestimmte Verordnung des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates auf den Weg gebracht werden. In ihrem gemeinsam erarbeiteten Positionspapier machen Thein und Ruppert eine Reihe von Alexandra Thein Vorschlägen zur sinnvollen Ausgestaltung des neuen Instruments. Dazu Ruppert: „Uns war es wichtig, bei der konkreten Ausgestaltung eine sachgerechte Balance zwischen Effektivität und Nutzerfreundlichkeit der Bürgerinitiative einerseits und Schutz vor Missbrauch des Instruments andererseits zu erreichen. Das ist uns mit den Forderungen im Positionspapier gelungen. Vor allem die Integration von Online-Sammelsystemen ist uns wichtig. So kann jeder Bürger zukünftig über das Internet seine Unterstützung für eine Initiative bekunden. Aber auch der Schutz personenbezogener Daten muss jederzeit gewährleistet werden.“

Mit der Erarbeitung des gemeinsamen Positionspapiers zeigen die beiden Abgeordneten auch, dass eine inhaltliche Abstimmung zwischen der FDP-Bundestagsfraktion in Berlin und der Delegation der FDP im Europäischen Parlament in Brüssel seit Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon immer wichtiger wird.