11.06.2011 Energiepolitik

Netzausbau: Grüne müssen Farbe bekennen

Rainer BrüderleRainer Brüderle

Die FDP-Fraktion steht für einen Atomausstieg mit Vernunft und für eine Energieversorgung, die „sicher, bezahlbar und umweltfreundlich“ ist, sagte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle. Der Umstieg auf die Erneuerbaren Energien werde Konsequenzen haben, wodurch auch die Grünen endlich Farbe bekennen müssen. „Ich erwarte, dass sich die Grünen künftig mit großen Schildern auf die Straße stellen, auf denen steht: 'Hochspannungsleitungen sind nötig'.“

Die Katastrophe von Fukushima stelle eine Zäsur dar, erklärte der Vorsitzende der FDP im Bundestag im ''Spiegel''-Interview. Es gebe einen breiten Konsens in der Bevölkerung, dass der Atomausstieg schneller stattfinden müsse als ursprünglich geplant. Darauf müsse verantwortungsvolle Politik Rücksicht nehmen - und reagieren. Allerdings sei der Atomausstieg „nicht zum Nulltarif zu haben. Das müssen wir den Menschen ehrlich sagen“, betonte Brüderle.

Das Umsatteln auf die Erneuerbaren Energien werde aber keinesfalls planwirtschaftlichen Charakter haben, stellt der Liberale klar. „Wie der Strom produziert wird, entscheiden weiter die Energieunternehmen. Der Staat gibt lediglich die Richtung vor und schafft die Rahmenbedingungen.“