31.01.2012 Integration

Mehr Migranten für den öffentlichen Dienst

Serkan Tören Der Bund will künftig gezielt mehr Migranten im öffentlichen Dienst einstellen. Das ist eines der konkreten Ergebnisse, die am Dienstag auf dem 5. Integrationsgipfel vorgestellt werden. Damit stelle sich der Bund "seiner Verantwortung und Vorbildfunktion", lobte FDP-Integrationsexperte Serkan Tören. Die gesellschaftlichen Realitäten müssten sich auch im öffentlichen Dienst widerspiegeln.
Auf dem 5. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt werden konkrete Ergebnisse und Selbstverpflichtungen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Integration (NAP-I) präsentiert. Erstmals wird auch das Themenfeld "Migranten im öffentlichen Dienst" behandelt.  Der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, sieht darin einen wichtigen Schritt. Eine Migrantenquote lehne die FDP-Fraktion aber entschieden ab, erklärte Tören.

Der Liberale sieht in der Arbeit im Rahmen des Nationalen Aktionsplans "ein herausragendes Beispiel für einen fortlaufenden gesamtgesellschaftlichen Dialog". Diese Zusammenarbeit an sich sei eine wichtige Ressource und Motor für die Weiterentwicklung der Integrationspolitik. Kritikern,  die die Arbeit am Aktionsplan sowie am Integrationsgipfel als reine Symbolpolitik abtun, hielt Tören vor, die "weitreichende Bedeutung dieses Prozesses nicht erkannt" zu haben.