30.07.2010 Gesundheitspolitik

Krankenkassen sollten Wettbewerb als Chance begreifen

Scheuen Krankenkassen den Wettbewerb? Scheuen die Krankenkassen etwa den Wettbewerb? "Statt sich vor einer 'Todesspirale' zu fürchten, sollten die Kassen die Gesundheitsreform als Chance für einen Leistungswettbewerb begreifen", kommentiert FDP-Gesundheitspolitikerin Ulrike Flach entsprechende Medienberichte. Sie betont: "Statt Panikszenarien aufzubauen, sollten sich einige Kassen lieber fragen, mit welchen Angeboten sie ihre Kundenbindung verbessern können."
Wegen den Zusatzbeiträgen wechseln immer mehr Versicherte ihre Krankenkassen. Einige Vorstandsmitglieder befürchten, die Reformen der Bundesregierung könnten die Kassen in eine "Todesspirale" führen.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Ulrike Flach, kann diese Ängste nicht nachvollziehen. "Dass Versicherte die Chance nutzen, zu einer Versicherung zu wechseln, die ihnen nach Preis und Leistungsangebot zusagt, sollte der Normalfall sein." Flach spricht von einer "erstaunlichen Begriffsumdeutung", die man nicht mitmachen werde.

Dabei sei Wettbewerb für die Kassen nichts Neues, erinnert Flach. Bis zum "Einheitsbeitrag" der ehemaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hätten die Kassen auch unterschiedliche Beitragshöhen gehabt. Auch damals habe es Fusionen von Kassen gegeben, betont Flach. "Dieses Wettbewerbselement hat Ministerin Schmidt zerstört und mit dem Zusatzbeitrag ein Schlupfloch gelassen, allerdings ohne jede Rücksicht auf sozial Schwache."

Mit der Reform bringe die Bundesregierung dagegen den Wettbewerb wieder  ins System zurück und sorge über den Sozialausgleich dafür, dass Geringverdiener nicht überfordert werden. "Die Menschen werden kritischer ihre Krankenkasse auswählen und ihr auch nur dann treu bleiben, wenn Preis und Leistung stimmen. Das ist die Philosophie der FDP", so Flach.