Hat der Bundestag mit dem Entschließungsantrag einem finanztechnischen Hebel zugestimmt?

Nein, es geht um „Co-Finanzierung“. Einen klassischen finanztechnischen Hebel, wie er z.B. zu den Problemen im Finanzsystem nach der Lehman-Pleite geführt hat, wird es nicht geben. Es geht also nicht um „Fremdfinanzierungen“, bei denen mit Krediten die Haftungssumme der EFSF unkontrolliert ausgeweitet wird. Derzeit sind zwei Modelle in der Diskussion. Es kommt jedoch bei keinem der beiden Vorschläge zu einer gemeinschaftlichen Haftung mit anderen Investoren. Die Risiken werden lediglich breiter gestreut, daher kann sich die EFSF bei künftigen Hilfen auf Teilrisiken beschränken. Jeder Euro wird nur einmal ausgegeben. Und aus Sicht der EFSF-Garanten gilt: „20%-Risiko ist besser als 100%“. Mit dieser Lösung können die Mittel der EFSF folglich effektiver eingesetzt werden.