Großer Andrang bei Politiker-LAN im Bundestag
Bei der ersten Politiker-LAN handele es sich in erster Linie um eine Infoveranstaltung für Abgeordnete, betonte FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz. Für Politiker also, die sonst eher keinen Zugang zu Computer-Spielen hätten. Diese bekämen hier nun die Chance, die Welt der Gamer selbst anzufassen und einmal die „gesamte Palette der Spiele“ zu erleben.FDP-Netzpolitiker Manuel Höferlin betonte, dass die Menschen schon immer gespielt hätten, heute tue man dies jedoch an Computern und Konsolen. Dies gehöre eben zur „Lebenswirklichkeit“ vieler junger Menschen dazu. Diese Spiele hätten aber durchweg auch positive Effekte. Die Spielewelt sei vielfältig und es gebe viele Spiele, die Mannschaftsgeist und den Teamgeist förderten. Die meisten Spiele seien zudem sehr kommunikativ. Es passe nicht mehr, von Jugendlichen auszugehen, die sich alleine im Zimmer einsperren. Sie spielten mit anderen Gamern, die über den ganzen Globus verteilt seien oder eben mit Freunden in der Nachbarschaft.
Ebenfalls zu Gast war die Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Sie erinnerte daran, dass es nach wie vor die Gefahr gebe, dass sich Menschen in der Spielewelt verlieren. Sie unterstütze es, dass die Politiker bei der LAN-Party die Spiele kennenlernten und zudem möglich sei, auch auf Probleme hinzuweisen. Sie bezeichnete es als äußerst wichtig, dass insbesondere die Eltern sensibilisiert werden. „Die Eltern müssen wissen, was ihre Kinder spielen“, so Dyckmans.
