09.05.2012 Bundesfreiwilligendienst

Freiwilligendienst ist ein voller Erfolg

Florian Bernschneider

Alle zur Verfügung stehenden Plätze des Bundesfreiwilligendienstes sind besetzt. Verbände und Opposition forderten nun eine finanzielle Aufstockung des Programms. Bevor sie sich "medial beschwerten", sollten die Kritiker erst einmal den Erfolg anerkennen, verlangte FDP-Freiwilligendienst-Experte Florian Bernschneider. Er erklärte, dass vor einer Aufstockung eine Evaluierung des Programms stehen müsse, um die Qualität zu gewährleisten.

"Das liberal geprägte Freiwilligendienstkonzept der Bundesregierung ist ein voller Erfolg", konstatierte Bernschneider. Er wies darauf hin, dass es bei der Reform der Freiwilligendienste "nie nur um einen quantitativen Erfolg" gegangen sei. Ziel sei es gewesen, auch qualitativ an die hohen Standards der Jugendfreiwilligendienste anzuschließen. Die Zahl der Plätze jetzt ohne vorherige Evaluation zu erhöhen, "wird diesem Anspruch nicht gerecht und gefährdet den nachhaltigen Erfolg unserer Reform", erklärte der Liberale. Im Fokus einer solchen Auswertung stünden "die pädagogische Konzeption und die Arbeitsmarktneutralität", sowie eine möglichst unbürokratische Gestaltung der Verwaltung. Bernschneider zeigte sich überzeugt, dass dies "ganz im Sinne der Zivilgesellschaft sein dürfte".

Der Bund fördere Bundesfreiwilligendienst, das Freiwillige Soziale und das Freiwillige Ökologische Jahr mit insgesamt 350 Millionen Euro, unterstrich Bernschneider. Den Vorwurf, der Verantwortung nicht gerecht zu werden, müsse sich die Regierung deswegen nicht gefallen lassen.