Frauenpolitik
Dabei sind die unterschiedlichen Ursachen zu berücksichtigen. Sie beginnen bei der Ausbildungs- und Berufswahl. Frauen entscheiden sich häufig für Berufe wie Verkäuferin, Arzthelferin oder Friseurin. Zu den Lohnunterschieden tragen aber auch die Unterbewertung von klassischen Frauenberufen beispielsweise im sozialen Bereich bei sowie Erwerbsunterbrechungen wegen der Kindererziehung und Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies reicht bis hin zu schlechteren Aufstiegschancen – auch von kinderlosen Frauen. Die Bekämpfung der Ursachen für Gehaltsunterschiede ist vorrangiges Ziel der Frauenpolitik.
Dazu ist eine Strategie zu entwickeln, die neben der Einführung von Logib-D (Lohngleichheitsinstrument des Bundes in Deutschland) Maßnahmen enthält, die Frauen in Gehaltsverhandlungen stärkt und die Unterbewertung von frauendominierten Tätigkeiten bekämpft.
Die FDP setzt sich ebenfalls dafür ein, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst erhöht wird. Dazu wird ein Stufenplan festgelegt, der in einer ersten Stufe auf verbindliche Berichtspflichten und transparente Selbstverpflichtungen setzt. Denn in Führungspositionen sind Frauen immer noch unterrepräsentiert, ihr Anteil nimmt mit der Größe des Unternehmens ab. Noch weniger Frauen sind in den Vorständen und Aufsichtsräten präsent. 2010 lag der Frauenanteil in den Vorständen der TOP-200-Unternehmen bei 3,2 Prozent, der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten bei 10,6 Prozent.
Die Liberalen im Bundestag setzen sich weiterhin für flexible Teilzeitmodelle ein, die für Frauen und Männer gleichermaßen attraktiv sind - auch in Leitungspositionen, um mehr Wahlfreiheit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Pflege und Beruf zu ermöglichen.




