Ernährung
Verbraucherinnen und Verbraucher wollen wissen, was sie essen. Deshalb ist eine Information auf den verpackten Lebensmitteln in standardisierter Form wichtig. Die Nährwertkennzeichnung auf jeder Verpackung sollte über den Gehalt an Kalorien, Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Salz informieren. Eine farbliche Bewertung der Angaben, die so genannte Ampelkennzeichnung, lehnt die FDP ab. Natürlicher Apfelsaft erhielte nach diesem System einen roten Punkt, gesunde Matjesfilets sogar zwei. Das ist keine Orientierungshilfe. Auf Verpackungen von Lebensmitteln muss drauf stehen, was drin ist. Lebensmittelimitate wie Analogkäse oder Schinkenimitate müssen klar gekennzeichnet sein.
Unser Leitbild sind mündige Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie brauchen Informationsangebote, aber sie brauchen keine Werbeverbote. Der gesellschaftliche Wandel bedingt, dass in der Bevölkerung das Ernährungswissen geringer geworden ist. Ernährungsbedingte Erkrankungen haben zugenommen, Erkrankungen junger Mädchen an Magersucht und Bulimie sind häufiger geworden. Die Angebote an Familienbildung für eine gesunde Ernährung von Kindern und Erwachsenen müssen ausgebaut werden. Der von den Landfrauen angebotene Ernährungsführerschein ist dafür eine gute Initiative.
Der Bewegungsmangel mit seinen Krankheitsfolgen kann nur teilweise durch Ernährungsumstellung aufgefangen werden. Für eine gesundheitliche Entwicklung sind Bewegung und eine gesunde Ernährung erforderlich. Dafür tritt die vom Bund und den Ländern getragene Plattform für Ernährung und Bewegung (PEB) ein.




