Brüderle: Aus Deutschland kommt Qualität
Begleitet wurde der Fraktionsvorsitzende auf seinem Rundgang von der agrarpolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, Christel Happach-Kasan, Rainer Erdel, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Britta Reimers, agrarpolitische Sprecherin der Liberalen im Europaparlament und Heinz-Peter Haustein, Mitglied der FDP-Fraktion im Haushaltsausschuss.
Zum Start ging es an den Stand der Verbände für Lebensmittelrecht und Ernährungsindustrie. Von da aus ging es zum Stand der "Freiberger Lebensmittel". Hier kostete der Fraktionsvorsitzende eine "gute" Pizza. Sie ist von Kindern für Kinder entwickelt und 50 Cent des Kaufpreises gehen an die Unesco Stiftung - Bildung für Kinder in Not. An der nächsten Station wurde eine Social-Commerce Plattform vorgestellt, auf der detaillierte Informationen zu Nahrungsmitteln im Internet abrufbar sind.
Nachdem sich der Fraktionsvorsitzende und die Abgeordneten über Bioenergie, Biokraftstoffe und Nachwachsende Rohstoffe informiert hatten, führte der Weg zum Erlebnisbauernhof. Die Rundgangsteilnehmer hatten hier Gelegenheit, mit Vertretern der Genossenschaften und den Landfrauen zu sprechen. Am Stand des "Herzapfelhofes" konnte Brüderle einen laser-gravierten Apfel entgegennehmen.
Empfang der FDP-Fraktion
Die Gäste des anschließend stattfindenden Empfangs wurden durch den Fraktionsvorsitzenden begrüßt. Er betonte, dass die Land- und Ernährungswirtschaft vor großen Herausforderungen stehe. Beispielsweise der stetig wachsenden Weltbevölkerung oder einem steigenden Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen. Ein größerer Markt biete allerdings auch Chancen, vor allem für deutsche Landwirte. Denn Verbraucher wüssten: "Aus Deutschland kommt Qualität."
Unter der Überschrift "Liberale Agrarpolitik für unternehmerische Landwirtschaft und mündige Verbraucher" diskutierten Happach-Kasan, Erdel, Reimers, Sonnleitner und Hans-Michael Goldmann, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sie sprachen unter anderem über den Antibiotika-Skandal. Happach-Kasan kritisierte, dass Medikamente häufig zum Einsatz kämen, um schlechte Produktionsbedingungen zu kaschieren. Nicht, um die Tiere zu heilen. Sie stellte auch klar, dass grünes Wachstum letztlich "blau-gelbes Wachstum" sei. Die Liberalen schafften Rahmenbedingungen, unter denen unternehmerische Landwirte auch ohne staatliche Unterstützung am Markt bestehen könnten.
Nach Ansicht Goldmanns, wird die 77. Internationale Grüne Woche dem Motto sicherer Produkte, nachhaltiger Produktion und preiswerter, gesunder Lebensmittel voll gerecht. "Die Internationale Grüne Woche ist auch in 2012 wieder ein voller Erfolg. Unterschiedliche Produktionsformen - konventionell, ökologisch und regional werden als Einheit präsentiert und vermitteln dem Verbraucher Verlässlichkeit", so Goldmann.
Nach der Charta für Landwirtschaft und Verbraucherschutz bekomme Regionalität neuen Stellenwert. Kritische Themen wie hoher Antibiotika-Einsatz würden nicht nur diskutiert, sondern Lösungen aufgezeigt mit welchen Schritten die Antibiotika-Menge reduziert werden könne.
