Bögel: Eine starke Fläche nützt unserem Land
Vom Rückgang der Bevölkerung ist der ländliche Raum im besonderen Maße betroffen. Für die Politik stellt sich die Frage, wie vor dem Hintergrund von Abwanderung und sinkenden Geburtenzahlen die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land gewährleistet werden kann.
Mit dieser Herausforderung beschäftigt sich die neue Arbeitsgruppe "Leben auf dem Land muss Zukunft haben", die von CDU, CSU und FDP ins Leben gerufen wurde. Das Thema ist nicht neu und bereits Gegenstand zahlreicher Initiativen, erklärte der Vorsitzende Ingbert Liebing (CDU). Es sei aber Zeit für eine "ehrliche Bestandsaufnahme" und eine Schwerpunktsetzung, um "mehr Zug in die Sache zu bringen", so Liebing.
Ländlichen Raum nicht von Breitband-Ausbau abkoppeln
FDP-Politikerin Bögel mit dem AG-Vorsitzenden Liebing (CDU) FDP-Politikerin Bögel, deren Wahlkreis in einer ländlich strukturierten Region des Münsterlandes liegt, setzt ihren Schwerpunkt in der Arbeitsgruppe bei der informationstechnischen Infrastruktur. Noch immer liegen viele Regionen außerhalb der städtischen Ballungszentren beim Ausbau leistungsfähiger Internet-Verbindungen zurück. "Der ländliche Raum darf nicht abgekoppelt werden", warnte Bögel.Mit der schwarz-gelben Novelle des Telekommunikationsgesetzes setze die Koalition Anreize für den Breitband-Ausbau, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe. "Dynamik und Wettbewerb im Markt müssen erhalten werden." Davon profitierten viele mittelständische Unternehmen, die im Netzausbau in der Fläche aktiv sind. Eine "gesunde wirtschaftliche Entwicklung" ist für Bögel, die in der FDP-Fraktion auch für die Belange des Mittelstandes zuständig ist, "der Schlüssel für die Stabilisierung ländlicher Räume".
Bögel will sich außerdem dafür einsetzen, dass landwirtschaftliche Flächen effektiver genutzt werden, um der Versiegelung nutzbaren Raumes entgegenzutreten. "Wir sollten auf Verdichtung und Reaktivierung brachliegender Flächen setzen", schlug die FDP-Politikerin vor.
