04.08.2011 Fachkräftemangel

Berufsbildende Schulen stärken

60.000 Ausbildungsplätze bleiben in diesem Jahr unbesetzt60.000 Ausbildungsplätze bleiben in diesem Jahr unbesetzt

Mehr als 60.000 Lehrstellen kann die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nicht besetzen. Der Grund: Fehlende Bewerber und mangelnde Ausbildungsreife. Eine Chance für leistungsschwächere Schulabgänger. Aber auf Dauer droht Unternehmen, die auch auf hochqualifizierte Nachzügler angewiesen sind, ein Fachkräfteengpass, warnt FDP-Berufs-bildungsexperte Heiner Kamp. Er forderte, jetzt eine Stärkung der Sekundarschulen in Angriff zu nehmen.

„Der Mangel an Fachkräften stellt für unser Gemeinwesen ein genauso großes Problem dar, wie früher die Unterversorgung mit Ausbildungsplätzen“, machte Kamp am Donnerstag in Berlin deutlich. „Wir müssen aufpassen, dass fehlende Fachkräfte nicht zur Aufschwungsbremse in Deutschland werden.“

Schwarz-Gelb habe auf Bundesebene die Weichen richtig gestellt: „Mit den Bildungsketten unterstützen wir leistungsschwächere Jugendliche gezielt auf dem Weg in die Ausbildung. Hier muss auch in Zukunft ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen liegen“, so der Berichterstatter für berufliche Qualifizierung der FDP-Bundestagsfraktion.

Heiner KampHeiner Kamp Aber Bildungspolitik ist Ländersache - und die seien nun in der Pflicht, die Schularten zu stärken, die in Berufsausbildung münden, betonte Kamp. Daran führe langfristig kein Weg vorbei. „Der Bund kann sie daran erinnern – und gegebenenfalls dabei unterstützen. Gemeinsam mit den Ländern sollten wir deshalb darüber nachdenken, wie Bund und Länder gemeinsam eine erfolgreichere Bildungspolitik gestalten können“, so der Liberale.